Verkehr und Mobilität

Die „Auto-Stadt“ nervt viele Bürger, so titelte am 31.03.2015 die Freie Presse und verwies auf die aller zwei Jahre durchgeführte Studie zum Umweltbewusstsein der Deutschen. Die Stadt der Autos fabriziert Lärm und Feinstaub und sorgt damit für Gesundheitsgefährdungen. Die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger wünscht sich eine neue Mobilität, besonders beim öffentlichen Personennahverkehr, bei Fuß- und Fahrradwegen sowie mit alternativen Angeboten wie Car-Sharing.

Das Auto ist derzeit noch die wesentliche Grundlage unserer Mobilität, aber wir können bereits heute dafür sorgen, dass alle Verkehrsarten gleichberechtigt berücksichtigt werden. Denn wie sich der Verkehr in Zukunft entwickeln wird, weiß jetzt noch niemand. Mit der Schaffung von generellen Tempo-30-Zonen in geschlossenen Wohngebieten und angepasster Straßengestaltung bieten wir Radfahrern und Fußgängern mehr Raum, erhöhen die Sicherheit für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer, vermindern Lärm- und Staubbelästigung und schützen das Klima. Dabei müssen wir auch an unsere Stadtteile denken. Zug ist bereits jetzt über den Rad- und Fußweg an der Hegelstraße gut angebunden. Optimal wäre auch noch eine ähnliche Trasse entlang der Berthelsdorfer Straße. Aber für Kleinwaltersdorf fehlt das noch komplett. Es ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll, einen Rad- und Fußweg z.B. entlang der Hainichener Straße zu bauen, um so die Bewohner von Kleinwaltersdorf verkehrstechnisch besser an die Stadt anzubinden. Gerade jetzt, wenn demnächst die Straße Walterstal grundhaft ausgebaut und die Stadtwerke Freiberg AG die Anbindung an das Gasnetz plant, böte sich eine gemeinsame Baumaßnahme an. Oft wurde in den letzten Wochen die Taktung des öffentlichen Personennahverkehrs kritisiert. Insbesondere an Wochenenden sind Zug und Kleinwaltersdorf komplett vom Stadtzentrum abgeschnitten. Schaut man allerdings nach Freiberg am Neckar, so findet man ein Beispiel, wie der Regelverkehr durch einen Bürgerbus  im Rahmen ehrenamtlichen Engagements ergänzt wird. Davon profitieren schlussendlich alle.

Freiberg hat in den letzten Jahrzehnten eine herausragend positive Entwicklung genommen. Jetzt gilt es, in allen gesellschaftlichen Bereichen dafür Sorge zu tragen, dass Freiberg neben der langen Tradition auch eine sehr erfolgreiche Zukunft hat. Dies will ich mit meinem Handeln unterstützen und fördern.