Schicht im Schacht – nicht mit mir!

Ein schönes Sprichwort lautet: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ In diese Sinne habe ich mich in den letzten Jahren für den Ausbau unserer Innenstadt eingesetzt und somit meinen Worten Taten folgen lassen. Ein erster Meilenstein war die Einführung des Silberstadtgutschein. Mit den für dieses Projekt umgesetzten mehr als 750.000 Euro und zusätzlichen Aufstockungen durch die Stadt Freiberg wird die Kaufkraft vor Ort gehalten und kommt damit den Freiberger Gewerbebetreibenden zu Gute. Auch in diesem Jahr habe ich wieder eine Aktion zur Unterstützung der Freiberger Innenstadthändler gestartet: die Verteilung von 15.000 kostenlosen Einkaufstüten. Ganz nach dem Motto „Wir lieben unsere Altstadt – Lokal Einkaufen und genießen“ können die Freiberger Bürger nun durch unsere historische Altstadt schlendern und den Einkaufsbummel genießen.

Sie wissen sicher, dass die Freiberger Altstadt auch gleichzeitig zur UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří gehört? Gerade entsteht in unserer wunderschönen Stadt eines von vier Welterbezentren der UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoři, ein Erfolg nach einem umfangreichen Prozess der Standortsuche. Dieses Tor zur Welterberegion Freiberg soll Besuchern den Welterbetitel näherbringen und Sie einladen, neue, bisher unbekannte Facetten unserer Stadt zu erkunden. Geplant ist, dass Sie bereits 2024, den in diesem Gebäude untergebrachten Welterbeverein und den Tourismusverein Erzgebirge besuchen und kennenlernen können. Bereits seit letztem Jahr sind zahlreiche Architekten und Planer damit beschäftigt, das Haus mit Geschichten, Abenteuern, Errungenschaften und Erfindungen zu füllen und somit einen Ort zu schaffen, an dem Geschichte lebt. Allerdings hat Freiberg bereits jetzt schon einen Platz, an dem Geschichte lebendig wird: das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg. Nach der Devise „Dein, Ihr, Unser Museum.“ können Besucher mit einem „Blick durchs Schlüsselloch“ live bei den Modernisierungen, die seit 2019 an dem Museum vorgenommen werden, dabei sein. Unsere neue Bibliothek im Kornhaus, die seit 2015 ihre Besucher empfängt ist dabei für unsere Altstadt genauso wichtig wie unser zukünftiges Archiv im Herderhaus, welches noch in diesem Jahr den Nutzern übergeben werden soll. Mit dem Erhalt dieser Gebäude sichern wir unser historisches Erbe und machen alte Gebäude wieder nutzbar. Damit wird unsere wunderschöne Altstadt jedes Jahr schöner…

Nach dieser kleinen Zeitreise kommen wir nun zurück zu unserer heutigen immer noch sehr lebendigen Altstadt. Damit unsere Altstadt weiterhin die lebensfrohe und einladende Atmosphäre versprühen kann, wie wir sie seit jeher kennen, veranstaltet das Citymanagement jedes Jahr den Gründerwettbewerb. Mit dem Wettbewerb „Lebendige Innenstadt“ soll Freiberg als Einkaufsstandort attraktiv und wettbewerbsfähig bleiben. Der Gewinner des Wettbewerbs erhält nicht nur eine einjährige monatliche finanzielle Unterstützung für die Gewerbemiete, sondern auch hilfreiche Tipps und Tricks für die erfolgreiche Umsetzung der eigenen Geschäftsideen. Die Freiberger Innenstadt bleibt hiermit nicht nur ansprechend für neue Gäste, sondern erhält gleichzeitig frischen Wind und innovative Ideen für die Weiterentwicklung der Stadt.

Neben den Einkaufsläden der Innenstadt gehört natürlich auch das Schlendern durch die Straßen bei schönem Wetter dazu. Deshalb habe ich mich in den letzten Jahren für eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Innenstadt eingesetzt und bin stolz zu sagen, dass wieder mehrere Straßen umfassend saniert und erneuert worden sind. Beispiele dafür sind die Hornstraße, der Buttermarkt oder die Straße Am Mühlgraben. Auch nicht zu vergessen dürfen die Sanierungsarbeiten am Untermarkt. Jetzt können die Fußgänger in diesen Bereichen auf Bänken und auch unter Bäumen verweilen und den Charme unserer schönen Altstadt genießen.

Wer nach einem langen Einkaufsbummel nicht mehr zu Fuß durch die Altstadt gehen möchte, kann mit unserer Silberstadtbahn die bedeutenden Gebäude und Sehenswürdigkeiten der Stadt Freiberg auf bequeme Art und Weise erkunden und aus einer anderen Perspektive erleben. Eine Station der Bahn ist die Tourist-Information, ein weiteres Gebäude, das zur Belebung der Innenstadt beiträgt. Als erste Anlaufstelle für neue Gäste und Besucher und Schaufenster der Stadt, ist die Tourist-Information verantwortlich für den ersten Eindruck in unserer Stadt. Aus diesem Grund ist es ein besonderer Erfolg, dass diese 2019 mit der i-Marke des Deutschen Tourismusverbandes e.V. ausgezeichnet wurde und somit seitdem Träger von einem bundesweit anerkannten Qualitätszeichen ist. Doch nicht nur die Umgestaltung neuer Gebäude auch die Sanierung historischer ist essentiell für den Erhalt der Altstadt. So wurde das vermutlich bereits im 16. Jahrhundert errichtete Gebäude in der Burgstraße 38 umfassenden Baumaßnahmen unterzogen. Holzbalkendecken wurden durch stabilere Stahlbetondecken ersetzt und ein neuer Dachstuhl wurde errichtet. Im Juni dieses Jahres wird dieses Gebäude zum Ort der Vergabe des Förderpreises „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ 2022 und damit Schauplatz alter und neuer Geschichte der Welterberegion Freiberg.

Nach den gerade genannten bereits umgesetzten Vorhaben zur Verbesserung unserer Innenstadt, möchte ich Ihnen jetzt einen kurzen Ausblick für die Zukunft geben. So werde ich mich auch zukünftig für die Stärkung des lokalen Einzelhandels einsetzen und möchte weiter zukünftig die Infrastruktur in der Innenstadt verbessern. Ein Beispiel für geplante Baumaßnahmen sind die anstehenden Sanierungen der Moritzstraße und Pfarrgasse. Doch nicht nur Baumaßnahmen sind wichtig, sondern mit unseren Veranstaltungen wie Bergstadtfest  und Christmarkt locken wir die Menschen in die Stadt und unterstützen damit unsere Gewerbetreibenden.

Im Sinne des Sprichwortes „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“ bin auch ich der Meinung, dass alle bisherigen und alle noch geplanten Maßnahmen zur Verschönerung der Altstadt am Ende vor allem eines hervorbringen: glückliche Gesichter der Freiberger Bürgerinnen und Bürger und damit auch ein Lächeln in meinem Gesicht.